Im Kellersalon des St. Pauli Office sind ab sofort besondere Unikate der Günter Zint Stiftung und weitere Unikate des Stadtteils ausgestellt. Mit der Stiftung wird das künstlerische und gesellschaftliche Vermächtnis des Fotografen und Chronisten Günter Zint dauerhaft bewahrt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Zahlreiche Gäste aus Kultur, Medien und Stadtgesellschaft kamen zusammen, um die Gründung dieses besonderen Projekts zu begleiten. Der Kellersalon, als kreativer und historisch geprägter Ort im Herzen von St. Pauli, bot dafür den passenden Rahmen. In unmittelbarer Nähe zu jenen Schauplätzen, die Zint über Jahrzehnte hinweg dokumentierte, wurde ein Ort geschaffen, der Erinnerung, Austausch und neue Perspektiven vereint.
Die Günter Zint Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, das umfangreiche fotografische Werk des Künstlers zu archivieren, zu erforschen und auszustellen. Darüber hinaus sollen zukünftige Projekte junge Talente fördern und gesellschaftliche Themen im Sinne Zints kritisch begleiten. Seine Bilder, die das Leben auf St. Pauli, soziale Bewegungen und politische Entwicklungen eindrucksvoll festhalten, gelten als bedeutende Zeitdokumente der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden erste Einblicke in das Archivmaterial gegeben, ergänzt durch persönliche Erinnerungen von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern. Musikalische Beiträge und Gespräche rundeten den Abend ab und unterstrichen die lebendige Atmosphäre, die eng mit Zints Arbeit verbunden ist.
Mit der Gründung der Stiftung wird nicht nur ein künstlerisches Erbe gesichert, sondern auch ein Impuls für zukünftige kulturelle und gesellschaftliche Diskurse gesetzt. Der Kellersalon im St. Pauli Office soll sich dabei als lebendiger Ort der Begegnung etablieren – ganz im Sinne von Günter Zints unermüdlichem Engagement für eine offene und kritische Öffentlichkeit.
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 12-19 Uhr (Änderung durch exklusive Raumbuchung vorbehalten). Fürs Betreten des Archives bitte an der Rezeption anmelden, Jacken und Taschen abgeben. Essen und Trinken ist zum Schutz der Ausstellungsstücke nicht gestattet.